Lüneburg im Wandel - Transition Initiative » Initiativen

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Beschreibung

Bild von Lüneburg im Wandel - Transition Initiative

Lüneburg im Wandel 

„Berg, Brücke, Quelle“ – noch heute charakterisiert diese Formel aus dem 8. Jahrhundert die Entwicklung Lüneburgs. Diese Begriffe stehen für das damalige Zusammenwachsen von Markt-, Sand- und Sülzviertel. Aber Lüneburg ist mehr als die Summe seiner Stadtteile. Außergewöhnlich viele Initiativen unterschiedlichster Ausrichtung und Zusammensetzung tummeln sich in allen Ecken Lüneburgs. Ob Umweltschutz, interkultureller Austausch, Inklusion oder Kunst und Kultur – überall finden sich Menschen, die Lust haben, etwas zu bewegen. Vielen Initiativen fehlt neben dem Zeit- und Alltagsstress, die unser aller Leben weitgehend beherrschen, die Ruhe sich umzuschauen. Aber es gibt die Möglichkeit, sich zu vernetzen und große gemeinschaftliche Projekte zu starten, die zusammenbringen, kreative Zukunftsvisionen freisetzen und so die Wirkkraft der Stadt Lüneburg verstärken.

Dies will „Lüneburg im Wandel“ erreichen! Denn trotz der unterschiedlichen Themenschwerpunkte der Initiativen, kommen doch alle auf einen großen gemeinsamen Nenner: Unser aller Zukunft in Lüneburg lebenswert zu gestalten.

Global denken… 

Durch den grenzenlosen Ressourcenverbrauch (Peak Everything), der auf Wachstum basierten Wirtschaft und dem dadurch angetriebenen menschgemachten Klimawandel, entstehen auf globaler und lokaler Ebene komplexe Herausforderungen. „Lüneburg im Wandel“ schließt sich der internationalen „Transition-Bewegung“ an. Diese steht dafür, dass Veränderung auf lokaler Ebene möglich ist und dadurch Veränderung im globalen Kontext entsteht. Durch Anpassungs-, Lern- und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) kann diese Veränderung erreicht werden.

Dies kann zum einen mithilfe einer lokalen, möglichst unabhängigen Ernährungs- und Energieversorgung beispielsweise durch Stadtgärten und erneuerbare Energiequellen erreicht werden. Zum anderen möchten die Transition-Initiativen langfristig ein Zusammenleben etablieren, das nicht auf Konkurrenz basiert, sondern auf Gemeinschaft, Kooperation und den Grundsätzen der Permakultur*1 (Earth-Care, People-Care, Fair-Share). Durch das Überdenken von Konsumverhalten, Stadtstrukturen und Lebensstilen wird ein Gewinn an Lebensqualität angestrebt.

„Lüneburg im Wandel“ begreift sich dabei als Impulsgeber und Plattform, denn der Wandel wird von allen gemeinsam gestaltet und getragen. In der Kombination aus individuellen Stärken und Potentialen und einem starken „Wir“ können gemeinsame Zukunftsvisionen entstehen. Das „Wir“ sind also „Wir Alle“, denn den Weg zum guten Leben können wir nur gemeinsam finden.

…lokal handeln

Nun wird es konkreter: „Lüneburg im Wandel“ möchte eine Plattform für die Verknüpfung lokaler Initiativen, Gruppierungen und Einzelpersonen bieten. Die Bewegung versteht sich als Basis und Ansprechpartnerin für Ideen, um so ein Mehr an Zusammenhalt, Gemeinschaft und Inspiration zu bewirken. „Lüneburg im Wandel“ hat die Vision von einer grünen Stadt mit zahlreichen Stadtgärten, die jede*n zum Mitgärtnern und Entspannen einladen, von freien Werkstätten für alle Bastler*innen und Reperaturkünstler*innen, von einem verpackungsfreien Regional-Laden und von einer fahrradfreundlichen, entschleunigten Stadt. Es sollen mehr Freiräume für Initiativen, Projekte und Begegnung geschaffen werden. Außerdem wird durch inspirierende Veranstaltungen ein neues Licht auf lokale und globale Fragen, Herausforderungen und Problematiken geworfen.

Einfach jetzt machen!

Das Tolle ist, dass wir nicht bei Null anfangen müssen. Es gibt schon so viel positiven Wandel in Lüneburg – dieses Engagement kann vernetzt und vor allem sichtbar gemacht werden. Mit einer Atmosphäre des Für- und Miteinanders, des Helfens, Brauchens und Teilhabens kann das großes „Wir“ in Lüneburg entstehen. Dies geschieht durch Begegnungen. Je vielfältiger solche Begegnungen sind, desto innovativer und dauerhafter sind die Ideen, die daraus entstehen. „Lüneburg im Wandel“ sieht sich dabei als aktive und motivierende Plattform, welche Menschen in allen sozialen Bereichen anspricht, versucht zu verstehen und miteinzubeziehen. Es braucht Orte und Räume, wo diese Begegnungen stattfinden können. Solche Orte existieren bereits.

„Einfach jetzt machen“ – so hat die Idee von „Lüneburg im Wandel“ begonnen. Wir wollen Menschen in Lüneburg mit allen sozialen und ethnischen Hintergründen und aus allen Generationen erreichen, um auf allen Ebenen (praktisch, theoretisch und politisch) aktiv zu werden. Wir verstehen uns als eine ganzheitliche Bewegung, die eine aktive, einladende Willkommenskultur vertritt. Wir wollen kreativ, offen, durchdacht und reflektiert mit klaren Werten und Prinzipien am Wandel in Lüneburg teilnehmen. Und so erweitern wir die Formel „Berg, Brücke, Quelle“ und damit die Entwicklung Lüneburgs um „Verbundenheit“.

Wir laden Jede*n herzlich dazu ein daran mitzuwirken, denn: Wandel funktioniert über das Handeln und gemeinsames Handeln macht Spaß, begeistert und ermächtigt!

 

*1: Permakultur beschreibt eine permanente Agrikultur. Die drei Prinzipien sind Earth-Care (Achtung vor der Erde), People-Care (Achtung vor den Menschen) und Fair-Share (Faires Teilen mit allen Lebewesen)